Gerhard Labile

Gerhard Labile

Krumme Strasse 34

 

Lebensweg:

Gerhard Laible wurde am 6. September 1884 in Dresden geboren. Sein Vater hatte keinen eigenen Eintrag im Adressbuch, also lebte die Familie wahrscheinlich zur Miete bei jemandem. Wir wissen nicht viel über Gerhards Kindheit, nur, dass er eine Schwester namens Marie hatte.

 

Irgendwann ging Gerhard nach Berlin. Dort wurde er Schauspieler, Schriftsteller und schrieb auch für Zeitungen. Er nannte sich Gerhard Amundsen und spielte in Filmen wie „Wundersam ist das Märchen der Liebe" (1918) und „Die Flucht ins Paradies" (1924) mit. Außerdem schrieb er über Theatergeschichte, zum Beispiel in einem Buch über das Münchner Hof- und Nationaltheater.

 

Gerhard Labile war homosexuell. Das war in der Zeit des Nationalsozialismus verboten. Man behandelte die Menschen, als seien sie schlecht und verhaftete sie. Gerhard Labile kam deshalb zwei Mal ins Gefängnis .Das zweite Mal war er im Gefängnis Hoheneck. Das war früher ein Frauengefängnis, aber in dieser Zeit waren dort auch Männer eingesperrt. 1936 kam er wieder frei und wohnte möglicherweise in der Krummen Straße 34. Doch Anfang 1940 wurde er wahrscheinlich erneut verhaftet. Zuerst kam er in die Untersuchungshaft in Moabit und bekam ein Jahr später eine Strafe von drei Jahren. Er kam ins Strafgefängnis Plötzensee. Die Zeit, die er in Untersuchungshaft war, wurde ihm angerechnet, und so sollte er am 17. März 1943 frei kommen.

Doch das schaffte er nicht, denn er starb am 25. März 1942 in Plötzensee.

Aktuelle Ausstellung

  • Montag, 24. März 2025 - 9:00 bis Samstag, 12. April 2025 - 21:45

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    (Schulklassen, Kindergärten...) nur nach Terminvereinbarung!

     

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    Freitagnachmittag 04. & 11.04. für Familien