Weltmission

allgemeine Infos

Neben der missionarisch-diakonischen Verantwortung in unserer Stadt und in unserem Bezirk, nehmen wir als Friedenskirche teil am weltweiten Auftrag der Gemeinde Jesu. Zusammen mit der Missionsgesellschaft EBM (Europäisch-Baptistische Mission)(e) und anderen Gemeinden in Deutschland, unterstützen wir das Ehepaar Hanna und Dirk Pusch, die im Frühherbst 2003 zu einem Missionseinsatz nach Yaunde/ Kamerun ausgereist sind.

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Neben finanzieller Unterstützung für die Beiden, für die wir per Kollektensammlung traditionell am 1. Sonntag im Monat Geld sammeln, ist der persönliche Kontakt zu den Beiden während der Zeit ihres Auslandsaufenthaltes wichtig. Ein Gruss erreicht die Beiden unter

post@pusch-info.de

Die aktuellsten Informationen erhält man unter http://www.Pusch-info.de

Rundbrief Dezember 2008

Aktuelle Informationen sind dem Rundbrief aus Dezember 2008 zu entnehmen:

Bericht Februar 2008

Yaoundé, 26. Februar 2008

Liebe Freunde,

aus aktuellem Anlass melden wir uns heute bei Euch mit einem neuen Gebetsbrief. Seit zwei Tagen ist der Süden Kameruns durch Streiks im Nahverkehr lahmgelegt. Begonnen hat die Bewegung in Douala, wo die Oppositionspartei SDF (Social Democratic Front) zu Kundgebungen gegen die Pläne des aktuellen Präsidenten Paul Biya aufgerufen hat. Seit 1982 im Amt, kann er nach der jetzigen Verfassung bei der nächsten Wahl 2011 nicht mehr gewählt werden. Seine Pläne, die Verfassung nochmals zu ändern, um sich ein weiteres Mandat zu sichern, stoßen hier inzwischen auf starken Widerstand. Leider endeten die Kundgebungen in gewalttätigen Ausschreitungen, bei denen auch mehrere Personen getötet wurden. Seither ist Douala im Ausnahmezustand: Straßenbarrikaden wurden errichtet, Geschäfte geplündert, Autos umgeworfen und angezündet usw. Gruppen von Jugendlichen ziehen durch die Straßen und verwüsten ganze Straßenzüge.

In Douala ist der gesamte Verkehr lahmgelegt, auch Privatfahrzeuge werden angegriffen. Hier in Yaoundé ist ein genereller Streik der Taxen, Motorräder und Busse ausgerufen worden (die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung benutzt zur Fortbewegung Auto- und Motorradtaxen), allerdings können Privatleute mit ihren Fahrzeugen weiter relativ ungefährdet verkehren. Es gab auch nur verhältnismäßig wenig Zerstörungen in der Stadt, eine Tankstelle scheint abgebrannt worden zu sein und in einigen Vierteln gab es Akte von Vandalismus. Allerdings sind auch die Überladverbindungen zwischen den Städten unterbrochen, so dass auch der Nachschub von Gütern unterbunden ist. Damit gibt es jetzt in ganz Südkamerun keinen Sprit mehr zu kaufen.

Zu den Streiks wurde aufgerufen, weil die Preise für Treibstoff stark angezogen haben. Die entspricht zwar der Bewegung auf dem Weltmarkt, trifft aber die Taxifahrer in Kamerun besonders hart, weil an einem Arbeitstag kaum mehr als 7-15 Euro einnehmen, davon aber auch noch dem Besitzer des Fahrzeuges einen Teil abgeben müssen und das Fahrzeug warten. Ihr Verdienst ist durch die gestiegenen Treibstoffpreise fast auf ein Nichts zusammengeschmolzen. Dazu sind die Lebenshaltungskosten enorm gestiegen, auch was lokal produzierte Erzeugnisse betrifft. Viele Menschen kommen mit ihrem Geld einfach nicht mehr über die runden und schaffen es nicht mehr, ihre Familie zu ernähren oder im Krankheitsfalle zu versorgen. Durch jahrzehntelange Misswirtschaft bedingt gibt es außer zwischen den größeren Städten kaum befahrbare Straßen. Die Nahrungsmittelproduktion im Hinterland ist unzureichend, bzw. können die Nahrungsmittel nicht in die stark wachsenden Städte transportiert werden.

Heute hat sich die Situation in Douala etwas beruhigt. Zugleich spitzt sie sich auch zu, da viele Leute nicht mehr arbeiten gehen können und die Vorräte zur Neige gehen. Besonders für die zahlreichen Tagelöhner eine sehr schwierige Situation. Für gewöhnlich kaufen die Geringverdiener kaum mehr als sie für den jeweiligen Tag benötigen und haben so keinerlei Vorräte an Lebensmitteln.

Liebe Freunde, wir bitten Euch, für Kamerun zu beten! Im Gegensatz zu allen Nachbarländern, war Kamerun bislang ein stabiles und ruhiges Land.

Vor nicht einmal vier Wochen hat Kamerun zehntausende Flüchtlinge aus dem Tschad aufnehmen müssen, weil sie wegen einer Attacke von Aufständischen gegen den Präsidenten Déby das Land verlassen mussten. Vor einigen Monaten sind viele Menschen aus der Zentralafrikanischen Republik über die Grenze Kameruns entwichen, weil es im Norden ihres Landes zu Spannungen kam. Während in diesen Ländern meist stammespolitische Auseinandersetzungen die Ursache bilden, spielt dies jetzt in Kamerun keine bedeutende Rolle, auch, weil es in Kamerun bei den vorhandenen über 250 Ethnien keine dominierende Gruppe gibt. Es ist der Ärger über die schlechte wirtschaftliche Lage und die Untätigkeit der Regierung, die die Menschen auf die Straße treibt. Vielen Menschen geht es, insbesonders jetzt gegen Ende der Regenzeit, wirtschaftlich deutlich schlechter als noch vor einigen Monaten.

Bitte betet darum, dass bei den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Regierung Kompromisse erzielt werden können, die zur Beruhigung der Situation beitragen. Auch um Einsicht bei der jetzigen Regierung, damit nicht machtpolitische Interessen über die Vermeidung von Unruhen oder gar eines Bürgerkrieges gestellt werden.

Uns als Familie geht es gut. Wir sind alle gesund. Auch konnten wir uns noch am Montag mit einigen Vorräten eindecken, so dass wir im Moment nicht gezwungen sind, in der Stadt unterwegs zu sein.

Danke, dass Ihr für die Situation hier in Kamerun betet!

Wir melden uns bald, wenn es Neues zu berichten gibt.

Seid herzlich gegrüßt von Euren Dirk und Hanna Pusch mit Matthis, Jannis und Andris.

Rundbriefe

ältere Rundbriefe finden sich hier:

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